Die Jungen Liberalen Hessen fordern die Einführung landesweiter Mindeststandards für die Verpflegung in Kindertagesstätten und Schulen. Ziel ist es, eine gesunde Ernährung für alle Kinder und Jugendlichen zu ermöglichen, ohne die organisatorische Freiheit von Kommunen, Trägern und Anbietern unnötig einzuschränken.
1. Verbindliche Mindeststandards festlegen
Das Land Hessen soll verbindliche Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen definieren.
Diese sollen sich an den Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) orientieren und insbesondere sicherstellen:
• ausgewogene und altersgerechte Mahlzeiten
• regelmäßiges Angebot von frischem Obst und Gemüse
• begrenzten Einsatz stark verarbeiteter Lebensmittel
• Berücksichtigung von Allergien sowie religiösen und ethischen Ernährungsweisen
• Angebot mindestens einer vegetarischen Menüoption
2. Transparenz für Eltern und Schüler schaffen
Träger und Anbieter sollen verpflichtet werden, die Zusammensetzung, Herkunft und Preise der angebotenen Mahlzeiten transparent darzustellen.
Eltern und Schüler sollen nachvollziehen können, welche Qualität sie erhalten.
3. Bezahlbarkeit gewährleisten – zielgerichtet statt pauschal
Gesunde Ernährung darf nicht vom Einkommen der Eltern abhängen.
Daher sollen bestehende Unterstützungsprogramme vereinfacht und stärker genutzt werden, um Kindern aus einkommensschwachen Haushalten eine Teilnahme an der Gemeinschaftsverpflegung zu ermöglichen.
Neue Subventionstatbestände lehnen wir ab.
4. Wettbewerb und Vielfalt erhalten
Die Organisation der Verpflegung soll weiterhin in Verantwortung der Kommunen, freien Träger und Schulen bleiben.
Das Land setzt Standards, greift aber nicht in die konkrete Ausgestaltung ein.
Private und gemeinnützige Anbieter sollen im Wettbewerb um Qualität, Preis und Nachhaltigkeit stehen.