Die Jungen Liberalen Hessen fordern die Hessische Landesregierung auf, die bestehende Landarztquote bei der Vergabe von Medizinstudienplätzen auf weitere Facharztbereiche mit nachgewiesenem Versorgungsengpass auszuweiten.
Die hessische Landarztquote reserviert einen Teil der Medizinstudienplätze für Bewerberinnen und Bewerber, die sich verpflichten, nach Studium und Facharztausbildung als Hausärztinnen oder Hausärzte im ländlichen Raum tätig zu werden. Dieses Instrument ist dem Grunde nach richtig, denn es verknüpft einen Zugangsvorteil mit einer konkreten Versorgungsverpflichtung und lenkt so gezielt in unterversorgte Bereiche.
Es greift jedoch strukturell zu kurz: Der Fachkräftemangel im hessischen Gesundheitswesen beschränkt sich längst nicht mehr auf die hausärztliche Versorgung im ländlichen Raum. Fachbereiche wie Psychiatrie und Psychosomatik, Kinder- und Jugendmedizin, Geriatrie sowie die ärztliche Versorgung in strukturschwachen Regionen sind in Hessen ebenfalls von erheblichen Versorgungsengpässen betroffen.