Unter dem Motto „Call me Freiheit“ versammelten sich am vergangenen Wochenende vom 18. bis 19. April über 100 Mitglieder der Jungen Liberalen Hessen zum 86. Landeskongress in Friedberg. Im Mittelpunkt standen neben einer intensiven Antragsdebatte auch die Auswertung der Kommunalwahl sowie die inhaltliche und strategische Ausrichtung des Verbands für die kommenden Monate.
Der Landesvorsitzende Ajeet Ahmad machte in seiner Rede deutlich, welchen Anspruch die Jungen Liberalen an ihre politische Arbeit haben.
„Wir machen keine Politik für Ämter. Wir machen Politik, um unser Land zu verbessern.“
Zugleich betonte er, dass politische Verantwortung für die JuLis nicht an Wahlergebnissen endet. „Unsere Arbeit endet an keinem Wahlabend. Wir machen weiter, unabhängig davon, ob der Wind gerade für oder gegen uns weht.“
Mit Blick auf die zurückliegende Kommunalwahl hob Ahmad insbesondere das Engagement der Mitglieder hervor.
„In vielen Kommunen haben wir JuLis den Wahlkampf quasi alleine geschmissen.“
Viele Mitglieder hätten dadurch die Chance, ihre Kommunen in den kommenden Jahren aktiv mitzugestalten.
Inhaltlich positionierten sich die Jungen Liberalen auch zur aktuellen politischen Lage. Ahmad kritisierte fehlende Reformbereitschaft und ausbleibende politische Impulse.
„Wieder eine GroKo und wieder steht das Land still.“
Gerade in einer Zeit großer Herausforderungen brauche es den Mut, bestehende Strukturen zu hinterfragen und echte Veränderungen anzustoßen.
Besonders deutlich wurde die Kritik im Bereich der Bildungspolitik.
„Was muss man sich dabei denken, ausgerechnet dort zu kürzen, wo Kinder und Jugendliche die Unterstützung am dringendsten brauchen?“, so Ahmad.
Für die Jungen Liberalen ist klar, dass Bildung entscheidend für gesellschaftliche Chancen und individuellen Aufstieg ist.
Für die kommenden Monate setzen die Jungen Liberalen darauf, ihre Inhalte wieder stärker nach außen zu tragen. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die Reaktion auf andere, sondern die eigene politische Agenda und die Frage, wie diese wieder mehr Menschen erreicht.
„Wir wollen wieder die Geschichte des Aufstiegs erzählen und dieses Land in Fahrt bringen, für eine Zukunft, auf die wir uns alle freuen können.“
Der Landeskongress diente damit nicht nur der Beschlussfassung über inhaltliche Anträge, sondern auch der gemeinsamen Verständigung über die Rolle der Jungen Liberalen in einer Phase politischer Neuorientierung. Ziel bleibt es, liberale Positionen sichtbar zu vertreten und insbesondere junge Menschen für Politik zu begeistern.