JuLis Hessen protestieren mit Banneraktion in luftiger Höhe gegen Feiertagsverbote

Mit einer Protestaktion in der Nähe des Hessischen Landtags haben die Jungen Liberalen Hessen am heutigen Karfreitag auf die aus ihrer Sicht überzogenen staatlichen Feiertagsbeschränkungen aufmerksam gemacht. Von einer Arbeitsbühne aus entrollten sie zwei großflächige Banner: eines mit 100 Dingen, die an Karfreitag in Hessen verboten sind und eines mit den wenigen Dingen, welche noch erlaubt bleiben. Dass das Banner mit den Verboten fünfmal länger ist als das mit den erlaubten Dingen, überrascht kaum, vielmehr machen sie damit auf einen Blick deutlich, wie unverhältnismäßig und absurd die staatlichen Regelungen an Karfreitag bis heute sind.

„Unsere Aktion macht sichtbar, wie weit der Staat an Karfreitag noch immer in das Leben der Menschen hineinregiert. Ein staatlich verordnetes Trauern passt nicht in einen säkularen, liberalen Staat.“, erklärt der Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Hessen, Ajeet Ahmad. „Viele Menschen wissen gar nicht, wie umfangreich diese Verbote tatsächlich sind. Genau das wollten wir mit unserer Aktion zeigen.“

Aus Sicht der Jungen Liberalen steht das hessische Feiertagsrecht exemplarisch für ein Staatsverständnis, das nicht mehr in die Gegenwart passt. Die Einschränkungen reichen dabei weit über das Tanzverbot hinaus: Auch Verbote bei Veranstaltungen, Sport, Versammlungen oder Filmvorführungen sind aus ihrer Sicht Ausdruck eines überholten staatlichen Eingriffs in die persönliche Freiheit.

„Ein liberaler Rechtsstaat sollte nicht entscheiden, wie Menschen einen einzelnen Tag emotional, kulturell oder gesellschaftlich zu verbringen haben“, so Ahmad weiter. „Der Karfreitag kann und darf für viele ein stiller und bedeutender Feiertag sein, aber daraus dürfen keine pauschalen staatlichen Verbote für alle Bürger folgen.“

„Ein moderner Staat muss unterschiedliche Lebensentwürfe aushalten, auch an Feiertagen“, erklärt Ahmad. „Respekt entsteht durch Freiheit und gegenseitige Rücksichtnahme – nicht durch staatliche Verbote.“

Für die Jungen Liberalen ist deshalb klar: Das Hessische Feiertagsgesetz braucht eine grundlegende Liberalisierung. Insbesondere das Tanzverbot und weitere pauschale Einschränkungen an Karfreitag seien nicht mehr zeitgemäß und stünden im Widerspruch zu einem freiheitlichen Staatsverständnis.

Die Jungen Liberalen Hessen fordern daher die Abschaffung der übermäßigen Feiertagsbeschränkungen im Hessischen Feiertagsgesetz.