Wiesbaden, 14. September 2026. Hessen fällt im INSM-Bildungsmonitor 2026 weiter zurück. Das Bundesland fällt von Platz sechs auf Platz sieben und erreicht nur noch 45,4 Punkte. Damit liegt es unter dem Bundesdurchschnitt von 46,2 Punkten. Besonders schlecht schneidet das Land bei der Schulqualität, der Ausgabenpriorisierung und der Digitalisierung ab.
„Der Bildungsmonitor zeigt deutlich, wo die schwarz-rote Landesregierung bei der Bildungspolitik versagt. Hessen verliert Punkte, rutscht im Ländervergleich ab und bleibt bei entscheidenden Zukunftsthemen hinter seinen Möglichkeiten zurück. Wer Bildung ständig zur höchsten Priorität erklärt, muss sich an den tatsächlichen Ergebnissen messen lassen“, erklärt Ajeet Ahmad, Landesvorsitzender der Jungen Liberalen Hessen.
Besonders problematisch sind aus Sicht der Jungen Liberalen die Kompetenzwerte der Schülerinnen und Schüler. In Mathematik und beim Lesen landet Hessen nur auf Platz 13, in den Naturwissenschaften sogar auf Platz 14. „Wenn bereits die Grundlagen nicht funktionieren, sind alle weiteren Teilerfolge nichtig“, so Ahmad weiter.
Die Ergebnisse zeigen auch, wohin die Sparpolitik von Kultusminister Armin Schwarz führt. Bei der Ausgabenpriorisierung landet Hessen nur auf Platz zwölf. Bei den Ausgaben für Schülerinnen und Schüler ab der fünften Klasse reicht es sogar nur für Platz 15. „Wer bei der Bildung spart, spart an den Chancen junger Menschen. Armin Schwarz sagt immer wieder, Bildung habe höchste Priorität. Dann muss sich das aber auch im Haushalt und vor allem im Schulalltag bemerkbar machen“, kritisiert Ahmad.
Weiter erklärt er: „Die Landesregierung gibt sich mit Mittelmaß zufrieden, während Hessens Schülerinnen und Schüler bei grundlegenden Kompetenzen den Anschluss verlieren. Besonders ernüchternd ist, dass Schwarz-Rot offensichtlich die falschen Prioritäten setzt. Bildungspolitik besteht nicht aus Sonntagsreden, Rechentricks und neuen Ankündigungen. Das Geld muss endlich dort ankommen, wo es gebraucht wird: im Unterricht, bei den Lehrkräften und in modernen Schulen.“
Auch bei der Digitalisierung landet Hessen nur auf Platz zwölf. Für die Jungen Liberalen zeigt das, dass einzelne Förderprogramme keine nachhaltige Digitalstrategie ersetzen. Schulen benötigen eine verlässliche digitale Infrastruktur, zeitgemäße Ausstattung, digitale Lernmittel und mehr Freiheit bei der Umsetzung vor Ort. Gleichzeitig müssen Lehrkräfte von unnötiger Bürokratie entlastet werden, damit sie sich stärker auf ihre eigentliche Aufgabe konzentrieren können.
Positiv sind die Ergebnisse in den Bereichen Integration, Förderinfrastruktur und Betreuungsbedingungen. Hessen weist bundesweit den niedrigsten Anteil an Schulabgängern ohne Abschluss auf. Auch bei ausländischen Schulabgängern erreicht das Land den besten Wert aller Bundesländer. Für die Jungen Liberalen sind diese Ergebnisse jedoch kein Grund, die bestehenden Probleme kleinzureden.
„Die guten Ergebnisse freuen uns, aber sie können nicht darüber hinwegtäuschen, dass Hessen insgesamt nicht vorankommt. Unser Anspruch darf nicht Platz sieben sein. Hessen muss Bildungsland Nummer eins werden. Dafür braucht es klare Prioritäten, mehr Eigenverantwortung für die Schulen und eine Landesregierung, die Probleme nicht länger verwaltet, sondern endlich löst und den Schulen vor Ort die Freiheit lässt, die sie brauchen“, so Ahmad abschließend.
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